Das Badezimmer befand sich ursprünglich im Zustand einer klassischen Standarddusche mit
einfacher Duschabtrennung. Für die spätere Nutzung als Dampfduschsauna war dieser Aufbau nicht geeignet. Die vorhandenen Duschabtrennungen mussten aus statischen und funktionalen Gründen angepasst werden. Die neue Konstruktion wurde durch Mauerarbeiten mit Porenbetonsteinen hergestellt. Alternativ wäre auch Trockenbau möglich gewesen, bewusst wurde jedoch die massive Bauweise gewählt.
Bei einer Dampfduschsauna wirken hohe Temperaturen, Dampfdruck und dauerhaft erhöhte
Feuchtigkeit auf alle Flächen. Aus diesem Grund wurde eine vollflächige, dampfresistente
Verbundabdichtung ausgeführt. Sie bildet die technische Grundlage für alle weiteren
Ausbauschritte
Die Sitzbank ist für den längeren Aufenthalt im Dampfbetrieb ausgelegt und vollständig in den
Abdichtungsaufbau integriert. Wärme, Dampf und mechanische Belastung wirken hier unmittelbar zusammen.
Der Technik- und Wartungszugang ermöglicht den Zugriff auf den Dampfautomaten mit
Starkstromversorgung. Wartungsarbeiten können durchgeführt werden, ohne in den Dampfraum
einzugreifen.
Die Sternenhimmelansicht zeigt die Decke der Dampfduschsauna als funktionales und
atmosphärisches Element. Lichtleitfasern und Entlüftung sind integriert und unterstützen Nutzung und Raumklima.
Das Projekt zeigt, wie sich eine Dampfduschsauna im Bestand technisch sauber und dauerhaft
umsetzen lässt, wenn Planung, Koordination und handwerkliche Ausführung aufeinander
abgestimmt sind.